Kinder in der homöopathischen Praxis
23/09/11 13:13 Abgelegt in:Homöopathie
Liebe Eltern,
vielleicht ist dies Ihr erster Besuch bei einem „Klassischen Homöopathen“?
Sicher haben Sie durch Bekannte, Freunde, oder aus den Medien erfahren welche besonderen Behandlungsmöglichkeiten sich mit dieser Therapieform bieten können?
Sie haben eventuell auch schon davon gehört, dass am Anfang eine Erstanamnese steht um Ihr Kind genauer kennen zu lernen?
Doch was geschieht da eigentlich in der homöopathischen Praxis und wodurch unterscheidet sie sich von der Schulmedizin?
Meine Erfahrung zeigt, dass der Wunsch nach Aufklärung und Transparenz gross ist um Unsicherheiten zu nehmen, Vertrauen zu fassen, aber auch um sich einlassen zu können auf eine Therapie die ihre eigenen Gesetzmässigkeiten hat.
All Ihre Fragen während der Erstanamnese zu beantworten, dazu fehlt meistens die Zeit, denn diese soll ja ganz dem Kennenlernen und Wahrnehmen Ihres Kindes dienen.
Ich habe mir deshalb überlegt, die modernen Medien zu nutzen und Ihnen auf diesen Seiten Ihre wichtigsten Fragen rund um die homöopathische Behandlung Ihrer Kinder zu beantworten. Die Liste der Fragen ergänze ich nach und nach und sie ist natürlich niemals vollständig.
Sie können jedoch am Wachstum dieser Fragendatenbank aktiv mithelfen, indem Sie mir Ihre wichtigsten Fragen stellen wenn Sie diese hier nicht beantwortet finden.
Schreiben Sie Ihre Fragen dazu einfach in das Kontaktformular.
Inhaltsverzeichnis:
• Erstanamnese
• über Schwächen und Stärken
• Wie lange dauert eigentlich eine Behandlung?
• Wieso nur einmal eine Gabe der Globuli und nicht öfter?
• akute Erkrankungen, was sollen wir tun?
• Notfall am Wochenende?
• Arbeiten Sie mit unserem Kinderarzt zusammen?
Frage: Die Erstanamnese.
Was ist denn eigentlich eine ERSTANAMNESE und wie lange dauert diese in der Regel?
Antwort:
Die Erstanamnese steht am Anfang der Behandlung. Sie dauert bei Kindern ca. 1-1,5 Stunden. Sie dient dazu Ihr Kind auf allen Ebenen (geistig, körperlich & emotional) kennen zu lernen. Dazu müssen Sie natürlich Ihr Kind mitbringen, denn ich möchte schauen wie es sich bisher entwickelt hat, hören was seine Anfälligkeiten sind und es natürlich auch anfassen und untersuchen. Um ein möglichst vollständiges Bild zu haben.
Auch seine Stärken und Schwächen zu erfassen sind mir ein Anliegen, denn es geht ja darum das Kind in seinem ganzen Sein zu begreifen, und dazu gehört auch das Wesen Ihres Kindes.
Frage: Ist es dem Kind nicht manchmal sehr unangenehm wenn wir Eltern in seinem Beisein über Schwächen, Ängste usw. sprechen sollen?
Antwort: Es gibt Altersstufen wo es durchaus heikel ist über das Wesen des Kindes zu sprechen wenn es mit im Raum ist. Dazu gibt es aber ganz einfache Hilfsmittel:
• z.B. schicke ich manchmal die Kinder ins Wartezimmer damit ein Elternteil mir die Dinge berichten kann, die nicht für die Ohren des Kindes bestimmt sind.
Mit einer liebevollen Erklärung der Notwendigkeit mit Mama oder Papa alleine sprechen zu müssen haben die meisten Kinder auch Verständnis dafür. Manchmal ist aber auch angebracht ein 2. Elternteil oder eine Großmutter zur Betreuung des Kindes im Wartezimmer mitzubringen, damit ich in Ruhe das Wesentliche aufnehmen kann.
• Oder ich lasse die Eltern einfach mal aufschreiben was sie schwierig finden und dann werde ich mit diesen Informationen behutsam umgehen und das Kind damit nicht direkt konfrontieren.
• Ich schicke aber auch schon mal die Eltern ins Wartezimmer, denn ich möchte mir schließlich von beiden Seiten ein Bild machen können und auch dem Kind genügend Raum geben um seine Gefühle zu zeigen.
Frage: Wie lange dauert eigentlich eine Behandlung und wie oft und wie regelmäßig sollte man zu einer Folgekonsultation zu Ihnen kommen?
Antwort: Nach der Erstanamnese bekommt Ihr Kind ein erstes homöopathisches Arzneimittel was auf die Gesamtheit seiner Symptome am besten passt.
Die Wirkung dieser Arznei kontrolliere im chronischen Krankheitsfall meistens nach 4-5 Wochen zum ersten Mal. Das heisst nach dieser Zeit machen Sie mit mir am besten einen Folgetermin aus (Dauer ca. 30 Minuten bei Kindern).
Hier steht im Zentrum die Besprechung der Reaktionen auf die Erstgabe: was wurde besser, was ist geblieben, oder haben sich neue Symptome eingestellt im Laufe dieser Zeit?
Läuft das Mittel gut (was bedeutet man kann bei der Verordnung bleiben), dann machen Sie am besten noch mal eine weitere Kontrolle nach 4-5 Wochen mit mir aus. Ist auch hier mit der gegebenen Erstarznei wieder ein guter Verlauf zu beobachten (das wäre der Idealfall und dieser ist nicht zwingend die Regel!), dann kann man erst einmal eine Behandlungspause machen. Eine weiter Termin wird dann erst wieder erforderlich wenn es einen Rückfall zur alten Symptomatik gibt, oder sich neue, behandlungsbedürftige Symptome zeigen.
Gibt es zu wenig oder gar keine positive Reaktionen auf die Arzneigabe, ist die Heilung also nicht deutlich erkennbar auf dem Wege, so dienen die Folgebehandlungen in erster Linie dazu eine "bessere" Arznei zu bestimmen.
Die Fallverläufe sind aus meiner Erfahrung jeweils sehr unterschiedlich, man kann hier keine klare Regel erstellen!!
Frage: Wieso bekommt mein Kind denn von Ihnen nur einmal eine Gabe der Kügelchen? Wäre es nicht besser täglich davon etwas einzunehmen?
Antwort: Die klassische Homöopathie nach Hahnemann arbeitet nur mit Einzelgaben jeweils nur einer Arznei. Dieser eine Reiz einer Arznei genügt in der Regel um die Heilreaktion in Gang zu setzen. Ich verwende dazu bei Ihrem Kind die bestmögliche Potenzstufe einer Einzelarznei. Hoch genug um ohne Wiederholung längerfristig wirken zu können und angemessen damit der Reiz auf die Lebenskraft in behutsamer Weise erfolgt.
Frage: Wie verhalten wir uns am besten wenn unser Kind von einer akuten Erkrankung heimgesucht wird?
Antwort: Wenn Ihr Kind während der chronisch-homöopathischen Behandlung akut erkrankt, dann rufen Sie mich am besten an um im Einzelfall abzusprechen ob eine (akute )Intervention erforderlich ist.
Leichte Beschwerden wie Husten, Schnupfen oder ein kurzweiliges Fieber behandle ich in der Regel nicht! Manchmal ist es im Rahmen der Heilung einer chronischen Erkrankung erforderlich durch eine akute Erkrankung hindurchzugehen um nachher stabiler zu werden!
Sie können Ihr Kind während dieser Zeit gerne durch einfache Hausmittel (z.B. Wickel, pflanzliche Schleimlöser etc.) oder diätetische Massnahmen unterstützen. Nur stark ätherische Öle sowie Homöopathika und homöopathische Komplexmittel geben Sie bitte nicht ohne Absprache. Denn alle potenzierten Arzneien können in den mit der Einzelarznei begonnen Heilungsprozess eingreifen und diese in der Entfaltung Ihrer Wirkung stören.
Frage: Was machen wir wenn unser Kind plötzlich am Wochenende erkrankt und Sie vielleicht nicht erreichbar sind?
Antwort: Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen wo Ihr Kind eine akute, behandlungsbedürftige Akuterkrankung am Wochenende bekommt an unseren „homöopathischen Notdienst“. Hier kann Ihnen oft schon telefonisch weitergeholfen werden.
Bitte lesen Sie jedoch erst die „Bedingungen“ und versäumen Sie nicht im absoluten Notfall den kinderärztlichen Notdienst oder den Notruf 112 zu verständigen!!
Frage: Benötigen wir denn gar keinen Kinderarzt mehr wenn wir zu Ihnen in die homöopathische Behandlung kommen?
Antwort: Ich arbeite am liebsten Hand in Hand mit Ihrem Kinderarzt. Auch ich habe 10 Jahre als Krankenpfleger in Kliniken gearbeitet und ich werde gewisse Vorteile der Schulmedizin immer zu schätzen wissen.
Manchmal ist es jedoch unvermeidbar, dass sich im Rahmen der Therapie Meinungskonflikte ergeben hinsichtlich der Behandlungsempfehlungen.
Im Rahmen der klinischen Diagnostik, aber auch der kindlichen Vorsorgeuntersuchungen (die U‘s) ist es aber gut auch weiterhin einen guten Kinderarzt zu bewahren, der bestenfalls der homöopathischen Therapie positiv oder aber neutral gegenüber steht.
vielleicht ist dies Ihr erster Besuch bei einem „Klassischen Homöopathen“?
Sicher haben Sie durch Bekannte, Freunde, oder aus den Medien erfahren welche besonderen Behandlungsmöglichkeiten sich mit dieser Therapieform bieten können?
Sie haben eventuell auch schon davon gehört, dass am Anfang eine Erstanamnese steht um Ihr Kind genauer kennen zu lernen?
Doch was geschieht da eigentlich in der homöopathischen Praxis und wodurch unterscheidet sie sich von der Schulmedizin?
Meine Erfahrung zeigt, dass der Wunsch nach Aufklärung und Transparenz gross ist um Unsicherheiten zu nehmen, Vertrauen zu fassen, aber auch um sich einlassen zu können auf eine Therapie die ihre eigenen Gesetzmässigkeiten hat.
All Ihre Fragen während der Erstanamnese zu beantworten, dazu fehlt meistens die Zeit, denn diese soll ja ganz dem Kennenlernen und Wahrnehmen Ihres Kindes dienen.
Ich habe mir deshalb überlegt, die modernen Medien zu nutzen und Ihnen auf diesen Seiten Ihre wichtigsten Fragen rund um die homöopathische Behandlung Ihrer Kinder zu beantworten. Die Liste der Fragen ergänze ich nach und nach und sie ist natürlich niemals vollständig.
Sie können jedoch am Wachstum dieser Fragendatenbank aktiv mithelfen, indem Sie mir Ihre wichtigsten Fragen stellen wenn Sie diese hier nicht beantwortet finden.
Schreiben Sie Ihre Fragen dazu einfach in das Kontaktformular.
Inhaltsverzeichnis:
• Erstanamnese
• über Schwächen und Stärken
• Wie lange dauert eigentlich eine Behandlung?
• Wieso nur einmal eine Gabe der Globuli und nicht öfter?
• akute Erkrankungen, was sollen wir tun?
• Notfall am Wochenende?
• Arbeiten Sie mit unserem Kinderarzt zusammen?
Frage: Die Erstanamnese.
Was ist denn eigentlich eine ERSTANAMNESE und wie lange dauert diese in der Regel?
Antwort:
Die Erstanamnese steht am Anfang der Behandlung. Sie dauert bei Kindern ca. 1-1,5 Stunden. Sie dient dazu Ihr Kind auf allen Ebenen (geistig, körperlich & emotional) kennen zu lernen. Dazu müssen Sie natürlich Ihr Kind mitbringen, denn ich möchte schauen wie es sich bisher entwickelt hat, hören was seine Anfälligkeiten sind und es natürlich auch anfassen und untersuchen. Um ein möglichst vollständiges Bild zu haben.
Auch seine Stärken und Schwächen zu erfassen sind mir ein Anliegen, denn es geht ja darum das Kind in seinem ganzen Sein zu begreifen, und dazu gehört auch das Wesen Ihres Kindes.
Frage: Ist es dem Kind nicht manchmal sehr unangenehm wenn wir Eltern in seinem Beisein über Schwächen, Ängste usw. sprechen sollen?
Antwort: Es gibt Altersstufen wo es durchaus heikel ist über das Wesen des Kindes zu sprechen wenn es mit im Raum ist. Dazu gibt es aber ganz einfache Hilfsmittel:
• z.B. schicke ich manchmal die Kinder ins Wartezimmer damit ein Elternteil mir die Dinge berichten kann, die nicht für die Ohren des Kindes bestimmt sind.
Mit einer liebevollen Erklärung der Notwendigkeit mit Mama oder Papa alleine sprechen zu müssen haben die meisten Kinder auch Verständnis dafür. Manchmal ist aber auch angebracht ein 2. Elternteil oder eine Großmutter zur Betreuung des Kindes im Wartezimmer mitzubringen, damit ich in Ruhe das Wesentliche aufnehmen kann.
• Oder ich lasse die Eltern einfach mal aufschreiben was sie schwierig finden und dann werde ich mit diesen Informationen behutsam umgehen und das Kind damit nicht direkt konfrontieren.
• Ich schicke aber auch schon mal die Eltern ins Wartezimmer, denn ich möchte mir schließlich von beiden Seiten ein Bild machen können und auch dem Kind genügend Raum geben um seine Gefühle zu zeigen.
Frage: Wie lange dauert eigentlich eine Behandlung und wie oft und wie regelmäßig sollte man zu einer Folgekonsultation zu Ihnen kommen?
Antwort: Nach der Erstanamnese bekommt Ihr Kind ein erstes homöopathisches Arzneimittel was auf die Gesamtheit seiner Symptome am besten passt.
Die Wirkung dieser Arznei kontrolliere im chronischen Krankheitsfall meistens nach 4-5 Wochen zum ersten Mal. Das heisst nach dieser Zeit machen Sie mit mir am besten einen Folgetermin aus (Dauer ca. 30 Minuten bei Kindern).
Hier steht im Zentrum die Besprechung der Reaktionen auf die Erstgabe: was wurde besser, was ist geblieben, oder haben sich neue Symptome eingestellt im Laufe dieser Zeit?
Läuft das Mittel gut (was bedeutet man kann bei der Verordnung bleiben), dann machen Sie am besten noch mal eine weitere Kontrolle nach 4-5 Wochen mit mir aus. Ist auch hier mit der gegebenen Erstarznei wieder ein guter Verlauf zu beobachten (das wäre der Idealfall und dieser ist nicht zwingend die Regel!), dann kann man erst einmal eine Behandlungspause machen. Eine weiter Termin wird dann erst wieder erforderlich wenn es einen Rückfall zur alten Symptomatik gibt, oder sich neue, behandlungsbedürftige Symptome zeigen.
Gibt es zu wenig oder gar keine positive Reaktionen auf die Arzneigabe, ist die Heilung also nicht deutlich erkennbar auf dem Wege, so dienen die Folgebehandlungen in erster Linie dazu eine "bessere" Arznei zu bestimmen.
Die Fallverläufe sind aus meiner Erfahrung jeweils sehr unterschiedlich, man kann hier keine klare Regel erstellen!!
Frage: Wieso bekommt mein Kind denn von Ihnen nur einmal eine Gabe der Kügelchen? Wäre es nicht besser täglich davon etwas einzunehmen?
Antwort: Die klassische Homöopathie nach Hahnemann arbeitet nur mit Einzelgaben jeweils nur einer Arznei. Dieser eine Reiz einer Arznei genügt in der Regel um die Heilreaktion in Gang zu setzen. Ich verwende dazu bei Ihrem Kind die bestmögliche Potenzstufe einer Einzelarznei. Hoch genug um ohne Wiederholung längerfristig wirken zu können und angemessen damit der Reiz auf die Lebenskraft in behutsamer Weise erfolgt.
Frage: Wie verhalten wir uns am besten wenn unser Kind von einer akuten Erkrankung heimgesucht wird?
Antwort: Wenn Ihr Kind während der chronisch-homöopathischen Behandlung akut erkrankt, dann rufen Sie mich am besten an um im Einzelfall abzusprechen ob eine (akute )Intervention erforderlich ist.
Leichte Beschwerden wie Husten, Schnupfen oder ein kurzweiliges Fieber behandle ich in der Regel nicht! Manchmal ist es im Rahmen der Heilung einer chronischen Erkrankung erforderlich durch eine akute Erkrankung hindurchzugehen um nachher stabiler zu werden!
Sie können Ihr Kind während dieser Zeit gerne durch einfache Hausmittel (z.B. Wickel, pflanzliche Schleimlöser etc.) oder diätetische Massnahmen unterstützen. Nur stark ätherische Öle sowie Homöopathika und homöopathische Komplexmittel geben Sie bitte nicht ohne Absprache. Denn alle potenzierten Arzneien können in den mit der Einzelarznei begonnen Heilungsprozess eingreifen und diese in der Entfaltung Ihrer Wirkung stören.
Frage: Was machen wir wenn unser Kind plötzlich am Wochenende erkrankt und Sie vielleicht nicht erreichbar sind?
Antwort: Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen wo Ihr Kind eine akute, behandlungsbedürftige Akuterkrankung am Wochenende bekommt an unseren „homöopathischen Notdienst“. Hier kann Ihnen oft schon telefonisch weitergeholfen werden.
Bitte lesen Sie jedoch erst die „Bedingungen“ und versäumen Sie nicht im absoluten Notfall den kinderärztlichen Notdienst oder den Notruf 112 zu verständigen!!
Frage: Benötigen wir denn gar keinen Kinderarzt mehr wenn wir zu Ihnen in die homöopathische Behandlung kommen?
Antwort: Ich arbeite am liebsten Hand in Hand mit Ihrem Kinderarzt. Auch ich habe 10 Jahre als Krankenpfleger in Kliniken gearbeitet und ich werde gewisse Vorteile der Schulmedizin immer zu schätzen wissen.
Manchmal ist es jedoch unvermeidbar, dass sich im Rahmen der Therapie Meinungskonflikte ergeben hinsichtlich der Behandlungsempfehlungen.
Im Rahmen der klinischen Diagnostik, aber auch der kindlichen Vorsorgeuntersuchungen (die U‘s) ist es aber gut auch weiterhin einen guten Kinderarzt zu bewahren, der bestenfalls der homöopathischen Therapie positiv oder aber neutral gegenüber steht.
